Hello and Goodbye Visby

Mit einem perfekt getrimmten Blistersegel bringt Skipper Arne unsere 'Phantasie' auf Touren: 8 Knoten zeigt die Logge
Mit der schwedischen Insel Gotland haben wir heute ein echtes Insel-Kleinod entdeckt: ohne direkte Landverbindung und nur mit Fähre, Segelschiff oder Flugzeug erreichbar entzückt uns die Insel mit ihren kleinen Gassen, alten Ruinen und einer Eisdiele, die mehr als 30 Sorten sündhaft gutes Eis an Touristen und Einheimische verkauft. Noch ist auf Gotland Vorsaison, doch – so berichtet der Eisverkäufer – nach dem schwedischen Mitsommernachtsfest – dem offiziellen Start der Hauptsaison auf Gotland – werden aus 60 000 Einwohnern 400 000. Bevor also die Touristenhorden einfallen, erkunden wir die Insel. Und weil uns die Fahrradtour in Stockholm so gut gefallen hat, schwingen wir uns wieder aufs Radl. Strahlender Sonnenschein und ein leichter Sommerwind sind unsere Begleiter. Wieder im Hafen angekommen spüren wir die durchsegelte Nacht (24 Stunden Nonstop von Stockholm nach Visby) in den Knochen: nachdem uns Wolfgang mit echt bretonischen Crepes beglückt hat liegt die komplette Mannschaft um 22 Uhr in den Kojen. Auch Marina und Lady Tweety haben ihre immer heftiger werdenden Zankereien beendet und sich in ihre beiden Salonecken zurückgezogen. Das ganze Boot schläft. Mit dem Schnarchen mancher Bordmitglieder übertönen wir jetzt sogar die Baggerschiffe, die in unserem Hafen oder besser “Industriehafen” auch nachts quietschend und kreischend tonnenweise Rindenmulch in LKWs verladen – keine wirklich schöne Geräuschkulisse – weder am Tag noch in der Nacht….
Am nächsten Morgen überrascht uns Tobias mit einem hervorragenden Rührei. Das Kraftfutter brauchen wir, denn der Windmesser kündigt eine steife Brise aus Osten an: perfekter Blisterwind. Neuer Kurs: Oeland oder Utklippan, je nachdem ob uns die Windgötter gewogen bleiben. Ahoi und Goodbye Gotland!





