Das muss auch mal gesagt werden

05. Juni 2010

Lange Zeit ist die Nord Stream Pipeline als ein rein deutsch-russisches Projekt beschrieben worden. Dabei, das ist mittlerweile wohl jedem klar, hat es europäische Dimension. Auch unsere “Phantasie” ist durch und durch europäisch. Vier Sprachen werden an Bord gesprochen. Englisch, Deutsch, Franzoesisch und Flämisch. Je nachdem, wer gerade mit wem spricht. Regeln gibt es keine. Und trotzdem klappt die Kommunikation ohne Missverständnisse. Auch ansonsten ist die “Phantasie” vorbildlich. Teambuilding, Krisenkommunikation – dafür gibt es woanders kostspielige Seminare. Unser Tipp: Einfach mal auf engstem Raum ein paar echte Herausforderungen gemeinsam angehen. Entweder, es kracht gewaltig, oder am Ende ist eine neue schlagkräftige Truppe entstanden. Die füreinander und das Unternehmen durch dick und dünn geht. So ist das bei uns, der Crew der “Phantasie”. Heute gehen mit Lore und Amaury zwei belgische und mit Michael ein deutscher WINGAS-Kollege in Stockholm von Bord. Drei neue Crew-Mitglieder – Tobias, Verena und Oleg – stossen für die zweite Woche bis Greifswald dazu. Ändern wird sich an der guten Stimmung sicher nichts. Nur: Jetzt wird an Bord auch noch Russisch gesprochen. Eine weitere europäische Sprache. 

Die WINGAS-Crew in Stockholm. Im Hintergrund das Wasa-Museum und die

 

Marina macht mobil

04. Juni 2010

Auch in Stockholm sorgt unser Energiebündel für Aufmerksamkeit. Die schwedischen Medien sind über ihre Ankunft bereits informiert. Doch unser kleiner Star macht heute ein bisschen auf Diva. 

Aufgepasst: Marina steht am schwedischen Hof unter Bewachung.

Sie will unbedingt noch etwas von Stockholm sehen. Und dabei nicht Laufen. Sie will gefahren werden. Da kommt sie kurzerhand in den Kindersitz – und die Stadtrundfahrt auf zwei Rädern kann beginnen. Besonders begeistert ist Marina vom Wachwechsel am Schloss. Im Restaurant zum Abendessen ist sie wieder ganz der Star. Bekommt einen eigenen eingedeckten Platz am grossen Tisch. Im “Gondolen”, einer Hochluftbar in der 12. Etage, geniesst sie anschliessend den Blick über die Stadt. Nur die Türsteher einer Diskothek kann sie spät am Abend nicht mehr von ihren Reizen überzeugen. Gasflaschen, so teilen die herzlosen Muskelpakete mit, müssen draussen bleiben! 

Lässt sich durch Stockholm chauffieren: Marina.

 

Beherzter Belgier in Badehose

04. Juni 2010

Testet das Taucher-Outfit: What a beauty!

Nach kurzer Diskussion düsen wir los: Wir verlegen von unserem Hafen am Stadtrand von Stockholm noch einmal – wir wollen die “Phantasie” direkt in die Innenstadt bringen. In den Stadthafen am Wasamuseum. Dort passiert’s.

Eine Leine verfängt sich im Bugstrahlruder unter dem Boot. Jetzt haben wir den Salat. Was kommt ist dann Amaurys grosse Stunde. In Badehose, mit Taucherbrille und Nasenklammer bereitet sich unser belgischer Kampfschwimmer auf seinen Einsatz vor. Derweil tüftelt der Skipper noch an technischen Lösungen. Etwa an einem Beatmungssystem – gebaut aus einem Gartenschlauch. Beherzt springt Amaury ins Hafenbecken. Ohne Gartenschlauch, aber mit Taschenmesser.

Abgetaucht: Amaury geht unter Wasser.

Ein gezielter Griff und die Schraube ist wieder frei. Nicht nur unsere Frauen sind begeistert. Allerdings sorgt Amaurys Badehose für Stirnrunzeln. Auch Marina findet sie nicht wirklich schön. Sie ist regelrecht schockiert.

Daher an dieser Stelle heute ein dringender Aufruf. Wer hat eine  schicke Badehose (kann ruhig gebraucht sein) für unseren belgischen Helden?

Einfach an die WINGAS in Kassel schicken, Friedrich-Ebert 160, 34119 in Kassel. Achso, bitte in Grösse L.

Luftschnappen vor dem Abtauchen: Amaury geht gleich baden.

 

Marina unter Hochdruck

04. Juni 2010

Mit Bikini zur Beach: Marina hat sich schon fertig gemacht.

Der Druck ist raus. Bei uns allen, nur bei Marina nicht. Nach harten Tagen hoch am Wind, haben wir uns aber alle einen ruhigen Waschtag verdient. Was Marina nicht ahnt, als Belohnung darf sie heute mit an den Strand. Denn dort feiern wir grosses Reinemachen. Was wir ihr nicht verraten, noch in der Nacht hatten wir ganze acht Grad. Es wird ein Eisbad werden. Unsere Freundin ist wirklich aufgeregt, noch an Bord wirft sie sich den Bikini ueber. Absolut sexy.

Am Strand von Sandhamn (sieht hier aus wie auf Saltkrokan) ist sie völlig aus der Fassung. Spielt im Sand, geht rein ins Wasser.

Das Schoenste fuer sie: Spielen im Sand.

Ist kaum einmal dazu zu bekommen, sich mit uns entspannt auf die Decke zu legen. Marina ist unter Hochdruck. Und dann das: Als sie hoert, dass wir noch am Nachmittag mit dem Ziel Stockholm auslaufen wollen, läuft sie davon und versteckt sich in den Dünen. Erst, als wir ihr versprechen, dass sie im Schlepptau der “Phantasie” Wasserskilaufen darf, kommt sie mit zurück an Bord. Am Abend, so haben wir vor, wollen wir sie dann schon einmal auf ihre spätere Verwendung in Greifswald einstimmen. Wir planen zum Eingewoehnen ein Barbeque. Diesmal noch mit Kohle.

Ein kleines Sonnenbad tut auch Marina gut. Fuer ihren grossen Tag in Greifswald pflegt sie ihren Teint.

Juhuuu: Marina geniesst das Wasserskifahren.

Wollte nicht mit zurueck zum Boot und weiter nach Stockholm: Marina fast perfekt getarnt im hohen Duenengras.

 

Schönheitsschlaf für Marina

03. Juni 2010

Nach 36 Stunden auf See haben wir in Sandhamn (Schweden) wieder festen Boden unter den Füßen. Marina schwankt noch etwas. Jetzt noch ein kurzer Spaziergang und dann ab ins Bett.

Schliesslich brauchen alle noch ein wenig Schönheitsschlaf.

Marina ist ein echtes Partygirl. Aber heute musste sie frueh ins Bett.

Marina hat sich es im Schlafsack kuschelig gemacht: Na dann gute Nacht.

 

Presseschau

03. Juni 2010

Nord Stream on track as first export metre arrives in Vyborg

The first cubic metre of gas to be exported through the Nord Stream gas pipeline has been delivered to the Russian town of Vyborg, with the $10 billion project on track to transform Europe’s energy security.

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In internationalen Gewaessern

02. Juni 2010

Was für eine Fahrt. Fast neun Knoten. Für den Windschutz an Deck ist jetzt jeder dick eingepackt. Die extreme Schräglage führt zu ungewöhnlicher Koerperhaltung in der Kajuete. Auf der Toilette muss man sich, wenn die Segelhosen runter sollen, kräftig mit dem Kopf an der Klotuer abdrücken. Denn Hände sind dann nicht frei. Spannend ist das Ganze, weil die Toilettentuer nicht abschliessbar ist. Wenn also jemand von aussen aufmacht, fällt man ihm oder ihr unweigerlich mit heruntergelassener Hose in die Arme. Tja, wir sind an Bord alle sehr entgegenkommend. Mittlerweile haben wir Uto übrigens abgehackt und halten direkten Kurs auf Schweden. Die finnische Fahne ist  eingeholt. Wir sind in internationalen Gewässern. Und wollen gleich wieder Nachtfahren – bis kurz vor Stockholm. So zumindest der neue Plan.

Fuer ungewöhnliche Perspektiven geht Arne auch schon einmal über Bord.

 

Keine Nabucco ist auch kein Drama

02. Juni 2010

Noch sind wir nicht am Ziel, doch schon planen wir die naechste Tour. Wir wollen Nabucco moeglich machen. Die Pipeline, an der alle zweifeln, weil durch sie vermutlich nie Gas fliessen wird. Moegliche Lieferlaender und Transitstaaten gelten als unsichere Kandidaten. Ein Fall fuer uns: Wenn einer es schafft, eine Kilowattstunde Erdgas aus der Kaspischen Region oder dem Iran ueber die Nabucco-Strecke nach Europa zu bringen, dann wir! Wird wahrscheinlich lange Zeit die einzige Lieferung bleiben. Bei einem ersten Blick auf die Karte stellen wir jedoch fest: der moegliche Verlauf der Nabucco laesst keine Krisenregion aus. Nichts gegen ein ordentliches Schauspiel. Aber Drama brauchen wir nicht. Safety first gilt fuer Gastransport und beim Segeln. Eine Alternative ist schon gefunden. South Stream scheint ohnehin die sonnigere Strecke zu sein. Und auf den Wohlfuehlfaktor muessen wir eben auch achten.

 

Presseschau

02. Juni 2010

Wingas-Mitarbeiter segeln Nord Stream-Strecke ab

Mit einer außergewöhnlichen Aktion wollen Wingas-Mitarbeiter auf die Verlegung der Ostsee-Pipeline Nord Stream und deren deutscher Anbindungsleitung OPAL aufmerksam machen.

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Russisches Erdgas kommt per Segelschiff

In Wyborg, dem Startpunkt der Pipeline, sind Mitarbeiter des Energiekonzerns Wingas mit einem Segelschiff nach Greifswald gestartet. An Bord: Eine Gaskartusche mit russischem Erdgas.

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“Ostsee on the rocks”

02. Juni 2010

Hilfe, hier ist alles voller Felsstücke. “Ostsee on the rocks” Die finnischen Scheren. Hierum müsste sich wirklich mal jemand drum kümmern.

Europa braucht dringend einen Rockregulator. Nein, besser jedes Land hat einen eigenen. Auch, wenn es keine Küste hat. Besser, man ist vorbereitet.

Die nationalen Rockregulatoren werden dann wiederum von der EU koordiniert.

Wolfgang wird spontan zum Hochkommissar für Europaische “Scherenfragen” ernannt. Wir basteln ihm Wappen. Schere mit Anker auf blauem Grund. Und mit 27 Sternen hochdekoriert.